Autor: Johannes Malchàrek
Beginnen wir mit den Kriegsjahren zwischen 1939 und 1945. Mein Vater wurde bereits zu Beginn des Krieges zur Wehrmacht eingezogen. Unser Friseurgeschäft wurde anfangs von meiner Mutter und den Angestellten weiter geführt. 1942 war ich 11 Jahre alt. Ich hatte noch 3 Geschwister, 2 Schwestern und einen Bruder. Unsere Heimat war eine Kleinstadt am Rande des Südharzes. Durch das Friseurgeschäft waren wir natürlich überall im Ort bekannt. Auch durch die sportlichen Aktivitäten meines Vaters hatten wir viele Freunde und Bekannte.
Die Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln für den täglichen Bedarf war während dieser Zeit von der Regierung her gesorgt. Um den Mangel an bestimmten Konsumgütern besser verwalten zu können, wurden Berechtigungsscheine für den Bezug von Gütern ausgegeben. Diese Berechtigungsscheine waren auf die Bedürfnisse der Bürger abgestimmt, zum Beispiel für Kinder, für werdende Mütter, für Fronturlauber oder Schwerarbeiter. So gab es Lebensmittelkarten für Brot, Fett, Eier, Fleisch, Zucker, Seifen und Kleider. Damit war die Versorgung der Bürger einigermaßen sicher gestellt, wenn auch auf recht niederem Niveau. Read the rest of this entry »









